| |
|
BAUTEN
Spätromanisches Kirchlein aus dem Jahre 1269, mit der schoenen Halbkreisapsis war Maria Magdalena
gewidmet, später umgebaut zur Kirche der Allerheiligen umgenannt werden. Im einschiffigen Innerem befindet
sich das Bild von Allerheiligen auf dem Säulenaltar. Erwähnenswert und bewunderungswuerdig ist die Statue
der Heiligen Mutter der sieben Schmerzen und des Gottesherren, die vom tiroler Holzschnitzer F. Stufflesser
entworfen und realisiert wurde, weiter der Rokokoleuchter und das Rokokogloeckchen. Das Bild des
kreuztragenden Christi aus dem 17. Jahrhundert, mit der slowakischen Aufschrift befindet sich auf der Kanzel
aus dem 19. Jahrhundert. Eine kleine Orgel mit klassizistischem Rahmen aus dem Jahre 1460-70 befindet sich
im Szepmuvészeti Museum in Budapest. Die Kirche hat fruehgotisches Portal aus der Bauzeit und glatte Fassade
mit Barokfenstern.
Das ganzhoelzerne Glockenturm neben dem Kirchlein kommt aus dem Jahre 1635 her.
Als Fundament dient säulenfoermige Konstruktion des Turmes ohne Schalung, das Pultdach läuft in das konische
Prisma des verschalten Bauteils und auf der, auf jeder Seite ,eine kleine Klangmuendung ausgeschnitten ist.
Als Dachbedeckung dient Zeltschindeldach. Im Glockenturm befanden sich zwei Glocke, die im Jahre 1545 und
1617 von Mathias Kupczovie aus Nemecká Lupča gegossen wurden. Leider sind sie zersprungen, eine von ihnen
ist im Kirchlein deponiert. Jetzt wird mit einer, aus dem ueberschwemmten Dorf Liptovská Mara hergebrachten,
geläutet.
Erwähnenswert ist auch heute schon herabgerissenes Kurienherrenhaus PALOTA
(im Ungarischen und Russischen Palast ) - einstoeckiges Steingebäude mit der Halbkreisbastei. Das Herrenhaus
wurde mit dem Schindelgiebeldach ueberdacht, untere Fenster wurden vergittert. Die Mauern waren 1m dick aus
Tuff und gespaltetem Stein – Schiefer gebaut und mit Kalk verbunden. Der Eingang war von der Suedseite neben
der Bastion,mit hoher Zweifluegelholztuer, von der man durch eingefuegtes Holztreppenhaus in den unteren
und oberen Saal hereinkommen konnte. In dem kleineren Saal wurden Theaterstuecke gespielt, Dort hing
auch das Bild von einer Jungfrau mit verbundenen Augen. Sie hatte in der Hand als Symbol der Justizmacht
die Waage und unter ihr die Aufschrift: prudentia et justicia d.h. Vernuenftigkeit und Gerechtigkeit.
Dort tagte auch Landsgericht, sog. Banšak mit den Leibeigenen von Ban. Die Schuldigen wurden in der Bastion
gefangengehalten ,wo sich auch die Folterhoelle mit der Folterbank und verschiedene Eisenreife befanden.
Das Licht konnte nur durch kleine Oefnungen durchdringen. In der Zeit des Vizegespans-Bans tagte in der Bastion
das Kreisgericht sog. Portatur. In dem groesseren Saal haben die Tanzvergnuegungen stattgefunden.
Ebenso interessant war die „Holzhand“,d.h. schwarzer Vorderarm als Symbol der Macht
(zur Zeit im Liptauer Museum in Ružomberok). Er wurde mit der auf dem Papier geschriebenen und befestigten
Mitteilung oder Befehl des Richters von einem Haus zum anderen hinuebergetragen. In 2-3 Tagen kam diese Sache
zum Richter zurueck. Damals existierte kein Gemeindediener,nur Nachtwächter. Nur später begann
der Dorftrommler zu trommeln. Das Wappen von Ban hat eigenartige Form – im blauen Schild wächst
aus goldener Krone ein rotgekleideter Arm, der in der Faust ein Ende der Goldschleife hält,
die unter dem Mundstueck des Jagdhorns befestigt ist. Ueber der Krone befindet sich zwischen dem Arm
und Horn ein kleines Sternchen. Die Decken sind goldblau und silbern-rot. Als Identifikationskennzeichen
dient neben der Schleife besonders das Sternchen dicht ueber der Blattkrone.
Das Gemeindesiegel stellt die Sense, die Garbe und das Schilf dar.
|